Vita

Organist und Pianist Alexander Annegarn

Alexander Annegarn, geboren 1988 in Gütersloh, wechselt mit spielerischer Gewandtheit zwischen den Tasteninstrumenten Orgel, Klavier, Harmonium und Cembalo. Seine Auftritte zeichnen sich durch stilistische Vielseitigkeit, tief empfundene Emotionalität und breite musikalische Bildung aus. Neben einem umfangreichen barocken und romantischen Repertoire gilt sein besonderes Interesse der (Ur-)Aufführung und Verbreitung von Werken zeitgenössischer Komponisten (u.a. Jean Guillou, Dominik Susteck, Alberto Jacopucci).


Am Klavier wurde er durch seine Lehrer Prof. Peter Kreutz (Detmold) und Prof. Caroline Weichert (Hamburg) geprägt. Ersten Orgelunterricht erhielt Alexander Annegarn bei Harald Gokus (Rheda-Wiedenbrück). Das anschließende Studium im Hauptfach Orgel bei Prof. Wolfgang Zerer in Hamburg absolvierte er mit Auszeichnung, es folgte in den Jahren 2012-2015 ein Master-Studium in Lübeck im Hauptfach Orgel bei Prof. Franz Danksagmüller. Alexander Annegarn war Stipendiat der Possehl-Stiftung und nahm an Meisterkursen im In- und Ausland teil, unter anderem bei Michael Radulescu, Daniel Roth, Gerhard Weinberger und Hayo Boerema. 


An der Orgel führten ihn seine Auftritte zu zahlreichen bedeutenden Instrumenten der (nord-)deutschen und europäischen Orgelbaukunst, neben den berühmten Instrumenten in allen Hamburger und Lübecker Hauptkirchen beispielsweise nach Schwäbisch-Gmünd (Heilig-Kreuz-Münster), Kiel (St. Nikolai), Wuppertal (Historische Stadthalle), Köln (Kunststation St. Peter), Brüssel (Cathedrale St. Michel et Gudule) und Paris (St. Sulpice).


Initiiert durch die Zusammenarbeit mit Kirchenmusikdirektor Volkmar Zehner und Kreiskantor Timo Rinke in Hamburg-Volksdorf wirkte Alexander Annegarn in den vergangenen zehn Jahren an der Aufführung eines breiten Repertoires für Tasteninstrumente, Chor und Orchester mit, unter anderem: Passionen, Oratorien und Kantaten von J.S. Bach (Orgelcontinuo und Cembalo), Mozart: Requiem (Orgelcontinuo) , Fauré: Requiem (Orgel), Duruflé: Requiem (Orgel), Dvořák: Messe (Orgel), Bernstein: Chichester Psalms (Orgel), Händel/Rheinberger/Poulenc: Konzerte für Orgel und Orchester (Solo-Orgel), Saint-Saëns: Oratorio de Noël (Harmonium), Mahler: 4. Sinfonie in der Kammermusikfassung (Harmonium).


Als Pianist widmet sich Alexander Annegarn gemeinsam mit seiner Partnerin Kathrin Spillner mit großer Leidenschaft der Literatur für Violine und Tasteninstrumente. Das Paar beschäftigt sich neben der Musik von Bach, Mozart, Beethoven und Schubert intensiv mit der Kammermusik der Romantik. Seit 2012 unterrichtet Alexander Annegarn eine Klavierklasse an der Musikschule Glückstadt und wirkt als stellvertretender Schulleiter an der Entwicklung und Vernetzung der Musikschule mit (www.musikschuleglueckstadt.de). 


Derzeit arbeitet Alexander Annegarn an einem künstlerischen Projekt mit dem Titel „Das Fenster zur Sprache“, das um den Ausspruch Franz Liszt' von der "Erneuerung der Musik durch ihre innigere Verbindung mit der Dichtkunst" kreist. Durch die Kombination von zeitgenössischer Orgelmusik und neuester Lyrik sowie den sinnlichen Medien anderer Kunstformen (Live-Lesungen in Konzerten sowie Audio-/ Videoeinspielungen) werden Möglichkeiten ausgelotet, um die Ausdruckskraft der Orgelmusik noch zu verstärken, indem Worte und Assoziationen deren zunächst musikalische Inhalte zum Publikum transportieren. Das Projekt wir unterstützt vom Musikfonds e.V. im Rahmen von Neustart Kultur, erste Aufführungen sind für Ende 2021 geplant.


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